Presse & Veranstaltungen

Draußenschule bei der Grundschule Mollhagen

In diesem Jahr sind die Waschbären, Bienen und Erdmännchen in die Draußenschule gestartet.

Begleitet wurden die Kinder dabei von dem Wildnispädagogen Fabian. Hier ein Bericht der Schule.

Draußenschule: Lernen mit allen Sinnen

Auch in diesem Jahr sind die Waschbären, Bienen und Erdmännchen wieder in die Draußenschule gestartet. Begleitet von Wildnispädagoge Fabian ging es für die Kinder wöchentlich und bei jedem Wetter in den Wald. Nachdem die Finanzierung des Projekts zunächst lange unsicher war, konnte die Draußenschule dank einer GoFundMe-Aktion und großzügiger Einzelspenden glücklicherweise stattfinden.

Die Draußenschule eröffnet Kindern die Möglichkeit, Natur unmittelbar und mit allen Sinnen zu erleben. Der Wald wird dabei zu einem festen Lern- und Erfahrungsraum: Die Kinder beobachten, entdecken, probieren aus und sammeln eigene Erfahrungen. Gleichzeitig stärken sie ihre Wahrnehmung, ihre Selbstständigkeit und das soziale Miteinander in der Gruppe.

Ein besonderes Erlebnis war die Begleitung eines eigenen Patenbaums. Die Kinder wählten einen Baum aus und beobachteten ihn über die Jahreszeiten hinweg. So konnten sie Veränderungen in der Natur bewusst wahrnehmen und eine persönliche Beziehung zu ihrem Baum entwickeln.

Auch praktische Fähigkeiten spielten eine wichtige Rolle. Beim Schnitzen lernten die Kinder verschiedene Techniken kennen und konnten diese unter kindgerechter Anleitung sicher erproben. Das Feuermachen mit dem Feuerstahl bot ebenfalls eindrucksvolle Lernmomente: Die Kinder wurden selbst aktiv, übernahmen Verantwortung und erlebten unmittelbar, was durch ihr eigenes Handeln entstehen kann.

Darüber hinaus beschäftigten sich die Gruppen mit den Lebensräumen und Bedürfnissen heimischer Tiere. Sie bauten Vogelnester und Kobel für Eichhörnchen, bestimmten Schnecken und erweiterten so ihr Wissen über die Tierwelt vor ihrer eigenen Haustür. Kreativität kam ebenfalls nicht zu kurz: Aus Fundstücken aus der Natur entstanden individuelle Naturbilder, in denen sich Beobachtungsgabe und Fantasie miteinander verbanden.

Ein wichtiger Bestandteil der Draußenschule ist zudem die freie Spielzeit. Sie gibt den Kindern Raum, die Umgebung eigenständig zu erkunden, eigene Ideen zu entwickeln und gemeinsam Lösungen zu finden. Für die weitere Entwicklung des Angebots sollen diese freien Phasen künftig noch stärker durch kleine Impulse, überschaubare Aufgaben und gemeinsam vereinbarte Regeln begleitet werden. Auch das Naturtagebuch soll verbindlicher in den Ablauf eingebunden werden, damit Beobachtungen, Zeichnungen und Fundstücke einen festen Platz erhalten.

Die Draußenschule war auch in diesem Jahr eine wertvolle Bereicherung für die Kinder. Sie verbindet Naturerfahrung, praktisches Lernen, Kreativität und gemeinschaftliches Handeln auf besondere Weise. Dass dieses Angebot trotz der anfänglich unsicheren Finanzierung stattfinden konnte, ist ein großer Erfolg – und eine schöne Grundlage, die Draußenschule langfristig als festen Bestandteil des Schulalltags weiterzuentwickeln.